{"id":4,"date":"2013-12-13T14:39:43","date_gmt":"2013-12-13T12:39:43","guid":{"rendered":"http:\/\/neu.steinsdorf-thueringen.de\/?page_id=4"},"modified":"2024-01-05T09:06:20","modified_gmt":"2024-01-05T08:06:20","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.steinsdorf-thueringen.de\/?page_id=4","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Steinsdorf wurde am 04. Oktober 1209 das erste mal urkundlich (Ausstattungsurkunde des Kloster Mildenfurth) unter dem Namen Stenszdorff erw\u00e4hnt. Dieser Name leitet sich von dem altslavischen Begriff &#8222;stene&#8220; ab was soviel bedeutet wie &#8222;junger Hund&#8220;. Steinsdorf war demnach wohl eine Siedlung der Hundez\u00fcchter f\u00fcr die herrschaftlichen Jagdhunde. In der Ausstattungsurkunde wurden damals als Bewohner vier P\u00e4chter gennant. Daraus l\u00e4\u00dft sich schlie\u00dfen das die Siedlung schon l\u00e4nger vorher existiert hat.<br \/>\nIm Jahre 1320 wurde Steinsdorf abermals in einer Urkunde erw\u00e4hnt. In dieser Urkunde best\u00e4tigte Heinrich, der Vogt zu Weida, dem Nonnenkloster zu Weida die Ausstattung des Altars in der Peterskirche mit den Zinsen aus Steinsdorf, Staitz, Gro\u00dfbocka und der M\u00fcnze zu Weida.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-68 size-full\" src=\"https:\/\/www.steinsdorf-thueringen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/gut1922_2.jpg\" alt=\"gut1922_2\" width=\"400\" height=\"251\" srcset=\"https:\/\/www.steinsdorf-thueringen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/gut1922_2.jpg 400w, https:\/\/www.steinsdorf-thueringen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/gut1922_2-300x188.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<div align=\"center\"><\/div>\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #800000;\">Das alte Gutshaus 1922<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die dritte f\u00fcr Steinsdorf wesentliche Urkunde wurde am 21. November 1367 ausgestellt. Hier wird von einem &#8222;Cunrad von Stensdorf&#8220; gesprochen welcher als Ritter von Heinrich Vogt von Weida benannt wurde und welcher im Besitz des Rittergutes war. Seit damals und \u00fcber die folgenden Jahrhunderte hinweg blieb der Geschlechtername &#8222;von Steinsdorf&#8220; erhalten. Erst im Jahre 1715 kam der letzte des Geschlechts, ein &#8222;Adam Antony von Steinsdorf&#8220; ums Leben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-71 size-full\" src=\"https:\/\/www.steinsdorf-thueringen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/wappen.jpg\" alt=\"wappen\" width=\"158\" height=\"200\" \/><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #800000;\">Wappen des Geschlechts &#8222;von Steinsdorf&#8220;<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Schwester des letzten Gutsbesitzers, Dorothea Elisabeth von Steinsdorf, war damals mit Georg Wilhelm von M\u00fcffling verheiratet. 1716 wird der Lehensbesitz an diesen Georg Wilhelm von M\u00fcffeling \u00fcbertragen. Sein Sohn Heinrich Conrad erh\u00e4lt die Belehnung mit dem Gute im Jahre 1723. 1738 verkauft man das Gut an Baron von Bardeleben der aber bereits nach einigen Jahren Konkurs ist. Im Jahre 1750 wird das Gut von Johann August Ernst Baron von Bardeleben gekauft. 1824 geht das Gut in den Besitz von Hauptmann Hans Carl von G\u00f6rschen \u00fcber. Ab 1886 geh\u00f6rte das Gut durch eine Heirat der Familie Wagner. Letzter Besitzer war ab 1942 J\u00fcrgen Wagner welcher heut in Hamburg lebt. Dieser Besitz endete mit der Enteignung im Rahmen der Bodenreform.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-65 size-full\" src=\"https:\/\/www.steinsdorf-thueringen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/gasthaus1915_2.jpg\" alt=\"gasthaus1915_2\" width=\"400\" height=\"251\" srcset=\"https:\/\/www.steinsdorf-thueringen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/gasthaus1915_2.jpg 400w, https:\/\/www.steinsdorf-thueringen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/gasthaus1915_2-300x188.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #800000;\">Gasthaus von 1910, Heute Gemeindesaal<\/span><\/p>\n<h3><span style=\"color: #220e10;\"><b>Gr\u00e4fenbr\u00fcck<\/b><\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die ersten urkundlichen Erw\u00e4hnungen findet man im Jahre 1335 als &#8222;Grevenbrucke&#8220;, dann im Jahre 1355 in Form von &#8222;Grevenbr\u00fccke&#8220;. Namensforscher vertreten die Ansicht, da\u00df hierbei das Wort &#8222;Br\u00fccke&#8220; in der \u00e4lteren Bedeutung f\u00fcr Kn\u00fcppeldamm zu sehen w\u00e4re, w\u00e4hrend der Begriff &#8222;Gr\u00e4fe&#8220; von einer Art von Hainbuche abzuleiten sei. Im Jahre 1445 gibt es in Gr\u00e4fenbr\u00fcck schon 10 Bauernh\u00f6fe, ein Vorwerk des Amtes Weida und einen Schafhof. Im Jahre 1756 kommt es durch einen Blitzeinschlag zu einem Gro\u00dfbrand. Sieben der zehn H\u00f6fe werden Opfer der Flammen. 1879 z\u00e4hlt man in Gr\u00e4fenbr\u00fcck 14 H\u00e4user und 102 Einwohner. Im Herbst 1914 erfolgt der Anschlu\u00df an die Elektrizit\u00e4t. 1950 erfolgt die Eingemeindung nach Steinsdorf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-67 size-full\" src=\"https:\/\/www.steinsdorf-thueringen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/grafenbrueck2.jpg\" alt=\"grafenbrueck2\" width=\"400\" height=\"251\" srcset=\"https:\/\/www.steinsdorf-thueringen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/grafenbrueck2.jpg 400w, https:\/\/www.steinsdorf-thueringen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/grafenbrueck2-300x188.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<div align=\"center\">\n<p><span style=\"color: #800000;\">Alte Gastwirtschaft in Gr\u00e4fenbr\u00fcck<\/span><\/p>\n<\/div>\n<h3><span style=\"color: #220e10;\"><b>Loitsch<\/b><\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Loitsch wurde im Jahre 1340 erstmals unter dem Namen Lotzsch urkundlich erw\u00e4hnt. 1356 wird es unter dem Namen Loscicz genannt. Der Ortsname soll von der altsorbischen Bezeichnung &#8222;Lovic&#8220;, d.h. &#8222;Sitz des Lovik (J\u00e4ger)&#8220; abgeleitet sein. Loitsch war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts immer ein kleines Dorf mit wenigen aber gro\u00dfen Bauernh\u00f6fen. Die Erschlie\u00dfung der Eisenbahnstrecke Weida-Mehlteuer und dem Bau und der Erweiterung des Bahnhofes in den zwanziger Jahren im 20. Jahrhundert brachte Loitsch hohen und lebhaften Personen- und Transportverkehr. Die sich aus mehreren kleinen Steinbr\u00fcchen entwickelnde Gr\u00fcnsteinindustrie brachte zus\u00e4tzliches Leben und oftmals L\u00e4rm nach Loitsch. Schon Ende des 19. Jahrhunderts war in Loitsch ein Kurbetrieb enstanden. Die sch\u00f6ne Landschaft am Zusammenfluss von Leuba und Weida und die herrlichen W\u00e4lder ringsum boten hervorragende Erholungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-70 size-full\" src=\"https:\/\/www.steinsdorf-thueringen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/steinbruch1904_2.jpg\" alt=\"steinbruch1904_2\" width=\"400\" height=\"251\" srcset=\"https:\/\/www.steinsdorf-thueringen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/steinbruch1904_2.jpg 400w, https:\/\/www.steinsdorf-thueringen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/steinbruch1904_2-300x188.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<div align=\"center\">\n<p><span style=\"color: #800000;\">Arbeit im Steinbruch 1904<\/span><\/p>\n<\/div>\n<h3><span style=\"color: #220e10;\"><b>Sch\u00fcptitz<\/b><\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sch\u00fcptitz wurde urkundlich erstmals erw\u00e4hnt im Jahre 1331, dann wieder im Jhre 1349 und abermals 1356 damals immer unter dem Name &#8222;Schuptytz&#8220;. Der Ortsname soll aus einem sogenannten Necknamen entstanden sein. Im Altsorbischen leitete man &#8222;Skupotici&#8220; von &#8222;Skupota&#8220; ab, was eigentlich Geizhals bedeutete. Sch\u00fcptiz wurde als reines Runddorf angelegt und durch sp\u00e4tere Anbauten erweitert. Bekannt ist die Kirche im Dorf, eine sogenannte Wehrkirche mit romanischem Chorum und halbkreisf\u00f6rmiger Apsis. Bis 1528 war der Ort Teil von D\u00f6hlen und ging dann an Steinsdorf \u00fcber. \u00dcber Jahrhunderte hinweg lebten die Bauern von Sch\u00fcptitz unter dem Zwang von Lehenspflichten und Zinszahlungen, besonders an das Rittergut zu Steinsdorf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-72 size-full\" src=\"https:\/\/www.steinsdorf-thueringen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/wehrkirche1910_2.jpg\" alt=\"wehrkirche1910_2\" width=\"400\" height=\"251\" srcset=\"https:\/\/www.steinsdorf-thueringen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/wehrkirche1910_2.jpg 400w, https:\/\/www.steinsdorf-thueringen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/wehrkirche1910_2-300x188.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<div align=\"center\">\n<p><span style=\"color: #800000;\">Wehrkirche in Sch\u00fcptitz 1910<\/span><\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Ausf\u00fchrlichere Informationen k\u00f6nnen in den aufwendig erarbeiteten Ortschroniken von Herbert Hegen nachgelesen werden. Diese sind im Ortsteil-B\u00fcro Steinsdorf erh\u00e4ltlich.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Steinsdorf wurde am 04. Oktober 1209 das erste mal urkundlich (Ausstattungsurkunde des Kloster Mildenfurth) unter dem Namen Stenszdorff erw\u00e4hnt. Dieser Name leitet sich von dem altslavischen Begriff &#8222;stene&#8220; ab was soviel bedeutet wie &#8222;junger Hund&#8220;. Steinsdorf war demnach wohl eine Siedlung der Hundez\u00fcchter f\u00fcr die herrschaftlichen Jagdhunde. 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